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01 Oct '17

Teehauskultur live

Gepostet von Shui Tang

Ein Schale Tee zu den Klängen der alten Han

Am vergangenen Sonntag fand im Völkerkundemuseum der Universität Zürich ein Ereingis der besonderen Art statt. Menglin Chou lud zum Tee, zu Gesang und zarten Guqin-Klängen. Es gelang ihr und den Künstlerinnen Xinfei Wu, Gesang, und Chen-Ting Huang, Guqin-Spiel, uns die traditionelle Teehauskultur näher zu bringen.

Die traditionelle chinesische Kultur beschäftigt sich mit der Frage, wie wir als gewöhnliche Menschen die Grenze von Zeit und Raum überwinden können, um mit dem All eins zu werden – Tian Ren He Yi.

Mit dem All eins zu werden ist der Weg zurück zur Quelle des Lebens, dem sogenannten Qi, und zur Quelle der Haltung, dem sogenannten Dao. Ursprünglich war der Begriff Tian Ren He Yi ein mystisches Erlebnis, das bestimmten eingeweihten Menschen vorenthalten war. Später haben verschiedene philosophische Schulen Tian Ren He Yi als Lebensweg bezeichnet,  der den Menschen durch Herz Geist zur Vollendung führt. Dieser Lebensweg hat verschiedene Vehikel. Für manche ist es der Gesang, für manche das Guqin, und für manche der Tee.

Der Gesang mit der Atmung, die Klänge des Guqins durch die Rhythmen, und der Tee durch die Bewegung verteilen die Energie, das Qi, im Raum, ähnlich dem Fischschwanz im Wasser, der etwas in Bewegung setzt. Der gemeinsame Rhythmus ausgehend vom Fisch, die Anwesenden erfassend, antwortet auf den kosmischen. So entsteht Resonanz. In diesem Moment ist die Einheit mit dem All für den Menschen erfahrbar. Das ist Tian Ren He Yi!

Teehausatmosphäre

Die Gäste nehmen an den Teetischen Platz. 

Das Teehaus füllt sich. Die Gastgeber bereiten den Tee vor. 

Der Gastgeber

An einem anderen Tisch...

Gesangsperformance von Wu Xinfei

Die Guqin

Fotos Susanna Koeberle, Miriam Fischer
©Susanna Koeberle und Menglin Chou, Shui Tang


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